WARUM DENN SO SCHNELL, MICHAEL FASSBENDER

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Michael Fassbender über seinen Karrierewunsch als Rennfahrer. SMALLTALK mit MAGNETO

ALEXANDER NEBE Sie haben sich eine mehr als einjährige Auszeit als Schauspieler genommen. Wie war’s?

MICHAEL FASSBENDER Großartig, war aber auch mehr als überfällig. Denn vorher hatte ich einen Film nach dem anderen abgedreht. Ich glaube, es waren sieben Stück in zwei Jahren. Ich musste dringend die Reset-Taste drücken.

und Freunde gekümmert, geheiratet und meine zweite Ferrari Challenge gemeistert.

AN Wollen Sie Rennfahrer werden?

MF Nun, ich spüre, wie da die Leidenschaft wächst. Ich will noch viel mehr, so viel ist sicher. Ein Ferrari- Rennen zu fahren war schon immer mein größter Traum. Noch größer als mein Wunsch, Schauspieler zu werden.

AN Ach echt?

MF Ja, erst bei hoher Geschwindigkeit fühle ich mich so richtig lebendig. Die Adrenalinschübe, die geschärften Sinne, die Fliehkräfte. Es ist der Wahnsinn! Dazu kommt noch, dass dieser Sport auf mich den Effekt einer geführten Meditation hat.

AN Meditation?

MF Das mag sich erst mal bescheuert anhören. Aber es ist tatsächlich so, dass ich dabei besonders gut innerlich abschalten und den Kopf freibekommen kann. Ich will es mal so beschreiben: Indem ich mich auf eine Sache mit Haut und Haaren fokussiere und jeder Muskel in meinem Körper angespannt ist, spüre ich in mir einen inneren Frieden. Am Abend eines Renntages fühle ich mich geerdet und tiefenentspannt. Es ist das beste Gefühl überhaupt.

AN Und Sie haben keine Angst?

MF Angst habe ich immer in dem Moment, kurz bevor das Rennen losgeht. Es ist ähnlich wie beim Lampenfieber, kurz bevor ich auf die Theaterbühne gehe. Sobald ich auf der Piste bin, ist das aber sofort vorbei.

AN Was sagen Ihre Agenten, Studio-Bosse und Regisseure dazu?

MF Die müssen da durch.

AN Und wie ist es überhaupt zu Ihrer Rennsport- begeisterung gekommen?

MF Für mein Faible ist eindeutig mein Opa verantwortlich. Der hat in den 80er-Jahren immer gemeinsam mit mir im TV die Formel-1- Rennen gesehen. Michael Schumacher war mein ganz persönlicher Held. Und ich habe Autos schon immer geliebt; konnte es als Teenager gar nicht erwarten, bis ich endlich meinen Führerschein hatte. Zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen zählt, wie ich im Auto auf dem Schoß meines Dads saß und er mich auf dem Parkplatz steuern ließ. Der Witz dabei ist allerdings, dass ich aktuell gar ein eigenes Auto besitze …

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